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Grabmal
Else von Falckenberg

Gestaltung: Entwurf: Walter Schott, Bildhauer
Friedhof II der Jerusalems- und Neuen Kirchen-Gemeinde, Abt. 3/2


Zwischen 1907 und 1910 entstand das freistehende Grabmal für Else von Falckenberg, geb. Künitz (16.5.1880 bis 4.6.1907). Geschaffen hat es der Berliner Bildhauer Walter Schott (1861 bis 1938), ein Günstling Kaiser Wilhelms II. und Hauptvertreter der Schule des Berliner Neubarock.

Das Grabmal ist als eine freistehende Bogenarchitektur gestaltet, die an reduzierend wiedergegebene italienische Renaissanceformen erinnert. Unter dem Bogen, der den Blick auf die dahinterstehenden Bäume freigibt, liegt auf einer Art Sarkophag die jugendliche Gestalt einer Frau, wohl eine Versinnbildlichung der jung verstorbenen Else von Falckenberg. Unter der Liegefigur ist die Inschrift "Mächtiger als der Tod die Liebe" zu lesen.

Zu beiden Seiten des "Sarkophags" fällt das lange Gewand der schlanken Frauengestalt in linearen Falten bis zum Sockelansatz herab. Die Hände hat sie vor der Brust gefaltet, der Kopf, unter dem ein Kissen liegt, ist leicht nach rechts gewandt. Die lineare Gestaltung der Figur läßt sie stilistisch dem Jugendstil zuordnen.

Im Bogenfeld ist ein Strahlenkranz und im Zentrum die Taube des Heiligen Geistes zu sehen: beide ursprünglich vergoldet, sind sie Symbol der Gegenwart Gottes und der Auferstehung.

Heute ist das Erscheinungsbild der Marmorfigur, die Bogenarchitektur besteht aus Sandstein, durch Korrosionsschäden stark beeinträchtigt. Die fein modellierten Gesichtszüge sind kaum mehr zu erkennen.

Maße:

  • Höhe: ca. 450 cm
  • Breite: 349 cm
  • Tiefe: 57 cm
  • Liegefigur: 200 cm

Bestattete:

  • Max Künitz, Baumeister (9.3.1849 bis 4.4.1900)
  • Max Künitz, Stud. Jur. (15.6.1882 bis21.10.1901)
  • Else von Falckenberg, geb. Künitz (16.5.1880 bis 2.6.1907)
  • Felix von Falckenberg, Hauptmann a. D. (16.10.1869 bis 10.1.1909
(Dr. Gisela Schlemmer)


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