Grabstätte Ernst von Halle
Gestaltung: Fritz Schumacher
Landeseigener Friedhof Grunewald
Abt. III, Erb. 7
Der Erbauer des Halleschen Erbbegräbnisses war der Mitbegründer des Werkbundes und spätere Stadtbaumeister Hamburgs Fritz Schumacher.
Die symmetrische Quaderwand aus Muschelkalk ist an den vorspringenden Pfeilern mit Weinrankenreliefs geschmückt, außerdem zeigen die Mauerfelder die Namen der Verstorbenen, darüber drei Medaillons mit allegorischen Motiven: Ein Jüngling mit Fackel, eine klassische weibliche Figur mit Lekythos (antikes enghalsiges Salbölgefäß aus Ton als Grabbeigabe) und - als Reminiszenz an den "Admiralitätsrat" Ernst von Halle - ein Segelschiff. Neben dem Ökonomen von Halle wurde später sein nur 23 Jahre alt gewordener Sohn Ernst bestattet. Der Platz für den Namenszug der Ehefrau Ernst von Halles blieb ausgespart: Henriette von Moßner wurde hier nicht begraben.
Die zurückhaltende Architektur, die sparsame Ornamentik, sowie der symbolische Gehalt der Darstellungen, die auf die Lebensgeschichte der Verstorbenen anspielen sollen, charakterisieren die Schumachersche Anlage als Grabmal einer Familie des gebildeten Bürgertums.
Bestattete:
- Ernst von Halle, sen. (1868-1909)
- Ernst von Halle, jun. (1905-1928)
(Gabriele Jäger)
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