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Grabstätte Gebrüder Grimm

Gestaltung: M.L. Schleicher, Steinmetzbetrieb
F-s-1/4

018, Abt. 29 W 119

Die vielleicht schon 1859 angelegte Grabstätte der Gebrüder Grimm besteht aus vier im Aufbau identischen, schlichten, nach konventionellen Typen gearbeiteten Pyramidensteinen mit vier efeubewachsenen Grabhügeln davor. Auf der Rückseite des Grabmals von Hermann Grimm befindet sich als Inschrift ein Zitat aus dem Requiem, auf dem Rudolph Grimms ein Zitat aus dem lateinischen Neuen Testament. Die aus poliertem dunklem Granit ("schwarzer Schleifer") gefertigten Grabmäler weisen außer der Inschrift keine Verzierung auf. Allein durch architektonische Mittel werden die schlank proportionierten, sich nach oben leicht verjüngenden Monolithe gegliedert. ber einem Postament mit niedrigem Sockel folgt jeweils eine schmale zweifache Stufung, darüber der obeliskenförmige Hauptteil eines jeden Pyramidensteins. Auffällig ist, daß trotz der Berühmtheit der Verstorbenen jeweils ein einfacher, standardisierter Grabmaltypus gewählt wurde, der auf den Berliner Friedhöfen häufig vertreten ist. Die Auswahl der Pyramidensteine erfolgte - wie so oft - nach Musterkatalog. Der Grabstein für Rudolph Grimm wurde laut Inschrift im Sockel erst 1896 vom Steinmetzbetrieb M.L. Schleicher geliefert. Typ: Pyramidensteine

Bestattete:
Jacob Grimm (1785-1863)
Hermann Grimm (1828-1901)
Rudolf Grimm (1831-1889)
Wilhelm Grimm (1786-1859)

JS


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