Grabstätte Bernhard Wieck
Landeseigener Friedhof Grunewald
Abt. II, Erb. 58
Das Grabmal des ehemaligen Amts- und Gemeindevorstehers Bernhard Wieck ist in Form einer Grabwand gestaltet, die der Giebelseite eines tempelartigen Gebäudes ähnelt. Klassische Formen der Architektur standen Pate bei der Gestaltung:
Auf einen Sockel aus drei längsrechteckigen Steinen sind links und rechts drei fast quadratische Blöcke gesetzt, die die äußeren Segmente eines flachen Giebels tragen und eine Nische umrahmen. In der Nische sind zwei dorische kannelierte Säulen mit Abakus, kleinem gedrückten Kapitell und eingeschnittenem Band beidseitig eingestellt. Die Säulen tragen den Mittelteil des Giebels, der ein keilartig eingesetzes Fünfeck bildet. Die äußeren Giebelteile lagern auf dem Abakus; die Fugen der äußeren Steinblöcke stimmen mit dem Steinschnitt der Säulentrommeln überein. Oben ist das Grabmal mit einem Reliefband abgeschlossen.
In der Nische sind drei längsrechteckige Steinplatten angebracht, deren oberste die Grabinschriften in aufgesetzten Großbuchstaben aus Metall trägt. Nur noch der Name Bernhard Wiecks steht hier zu lesen; die Lettern des Namenszuges von Wiecks Ehefrau Dorothea sind abgefallen. In der Nische deuten abgebrochene Verankerungen auf ein Gitter hin, das sich hier einmal befunden haben muß - vielleicht handelt es sich um die Halterung für die von F. Seeboeck gestaltete Gipsbüste, die noch in den siebziger Jahren in der Nische gestanden hat.Bestattete:
- Bernhard Wieck (1845-1913)
- Dorothea Wieck
(Heribert Rüther)
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