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La Jana
eigentlich Henriette Margarethe Hiebel

* 24.2.1905 Wien
gest. 13.3.1940 Berlin

Tänzerin

Waldfriedhof Zehlendorf
Ehrengrab
Feld 007 - 319 (Abt. 22 B 87)


Nach einer beschaulichen Kindheit zog Henriette Margarethe Hiebel mit ihren Eltern von Wien nach Frankfurt am Main. Hier wurde sie Elevin an der Oper. Schon zu dieser Zeit legte sie sich ihren Künstlernamen "La Jana" zu, der übersetzt "Die Blumengleiche" bedeutet. Entdeckt wurde sie von Gèza von Cziffra in einem Pariser Nachtlokal, alsbald darauf stand sie für erste Filmaufnahmen in Berlin vor der Kamera. Außerdem tanzte sie in der Erik-Charell-Revue "Casanova" in Berlin. La Jana gastierte ferner in dieser Zeit auf Bühnen in Stockholm und London. Ihr Durchbruch als Filmtänzerin begann 1936 mit ihrer Rolle in "Truxa". Hierdurch avancierte sie alsbald mit ihrer schlangenhaften Ausdrucksform zu einem beliebten "Leitbild" für exotisch-romantische Tänzerfiguren. In ihrem ersten erfolgreichen Film, einer Erzählung aus dem Zirkus- und Artistenmilieu, tanzte La Jana auf einem riesigen, von unten beleuchteten Tambourin. "Sie war eine wilde Schlingpflanze, ihr Nabel blieb meist frei. Als schwüles Revuegirl der dreißiger Jahre durfte sie dem deutschen Film einen Hauch von Exotik und Fernweh vermitteln.

Ihr schmaler Körper war nur mit Perlenketten, einer roten Schärpe und etwas Glitzerzeug bedeckt. ... ihre Tanzkunst wurde zeitweilig überschätzt, sie überzeugte vor allem durch die biegsame, anmutige Erscheinung." Ohne Sprach- und Schauspielausbildung zu Erfolg gekommen, stand bei ihren Rollen eher die Pose vor phantasievollen und raffinierten Filmkulissen im Vordergrund. Filme wie "Es leuchten die Sterne", "Der Tiger von Eschnapur" oder "Das Indische Grabmal" erlangten Popularität und Erfolg durch ihren Tanz, ihre Bewegungen. Die Uraufführung ihres letzten Films, "Stern von Rio", erlebte sie nicht mehr. Bei der Truppenbetreuung während des II. Weltkrieges leicht bekleidet, holte sie sich im eisigen Winter 1939/40 eine Lungenentzündung und starb daran im sechsten Kriegsmonat in einem Berliner Krankenhaus. Auch ihr Partner aus "Truxa", Hannes Stelzer, war knapp eine Woche zuvor an der Front gestorben. Der frühe Tod der 'Blumengleichen' steigerte dabei noch die kultische Verehrung und ihre Legendenbildung.

Debüt: Die weiße Geisha 1926; Stummfilm+Theater: Der Biberpelz 1928; Gaunerliebchen 1928; Der Ladenprinz 1928; Der Herzensphotograph 1928; Ritter der Nacht 1928; Therèse Raquin 1928; Zwei rote Rosen 1928; Meineid 1929; Die lustige Witwe 1929; Die Warschauer Zitadelle 1930. Tonfilmrollen: Der Schlemihl (abenteuerlustige Gesellschaftsdame) 1931; Truxa (Yester) 1936; Der Tiger von Eschnapur 1938; Das Indische Grabmal (Sitha) 1938; Der Stern von Rio (Condra, brasilianische Tänzerin) 1940; fast immer Tanzrollen.

Grabstätte La Jana

Gudrun Grimpe-Christen



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