Carl Ruhnke
geb. 9.11.1874 gest. 20.4.1922
Optiker, Gründer der Firma Ruhnke
Städtischer Friedhof Berlin-Zehlendorf
Feld 003/ Abt. 4W - 139
1896 gründete der Optiker Carl Ruhnke sein erstes Fachgeschäft für optische Geräte in Berlin, in der Leipziger Straße am Spittelmarkt. Damit legte er, als erster Filialist in seiner Branche, den Grundstein für ein stark expandierendes Unternehmen. Bereits zehn Jahre später konnte der findige Geschäftsmann 35 Filialen sein eigen nennen. Parallel errichtete die Firma Spezialfabriken für die Herstellung von optischen Gläsern und Fassungen. Die erste Glasfabrik entstand in Rathenow. 1915 war das in Deutschland und der Schweiz vertretene Unternehmen das größte seiner Zunft und der Werbespruch : "Sind's die Augen, geh' zu Ruhnke" allseits bekannt. In Berlin schuf der Volksmund einen saloppen Vierzeiler, der die Popularität des Unternehmens illustriert:
"Geh' zu Mampe,
gieß' Dir einen auf die Lampe,
kannste doppelt sehn,
brauchste nich zu Ruhnke gehn".
Am 20.4.1922 starb Carl Ruhnke während einer Geschäftsreise infolge eines Autounfalls. Seine Witwe Martha führte nun die Firma erfolgreich bis zu ihrem Tod 1953. "Ruhnke Optik" ist bis heute ein reines Familienunternehmen geblieben; die dritte Generation leitet nunmehr 45 Filialen in Deutschland und beschäftigt 300 Mitarbeiter.
(Marco Wirth)
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