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Berliner Lokalnachrichten

Hermann Sudermann und seine Nachbarn: Die prominenten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Grunewald

Einen großen Fundus lokaler Anekdoten bietet die "Grunewald-Chronik", zusammengestellt von der Grundschule Grunewald anläßlich ihres 75jährigen Jubiläums im Jahre 1974. Eine dieser Anekdoten dreht sich um ein "Großfeuer im Grunewald" im Jahre 1900:

"...Um das rasende Element zu bändigen und das Uebergreifen des Feuers auf benachbarte Villen zu verhindern, wurden große Dichter, Künstler und Finanziers an die Spritzen gestellt. unter Führung Gerhart Hauptmanns sah man Männer wie Sudermann, Presber, Wieck, Waldschmidt, Holmgren, Dernburg (Friedrich, d.V.), Marr, Schwarz, Harden, Kohut, Mühlenbruch, Boermel, Lessing und sogar Robert und Franz von Mendelssohn im Schweiße ihres Angesichts sich abmühen. Alle Pumpen wurden von ihnen in Bewegung gesetzt, aber es half nichts, denn Hauptmann, der alles dirigieren wollte, mußte wohl an sein Rautendelein oder andere dichterische Gestalten denken, - kurz, sie spritzten das ganze Wasser daneben, statt ins Feuer. um einen letzten Rettungsversuch zu machen, stürzten große Baumeister, Ingenieure und andere Kolonisten mit gefüllten Wassereimern herbei. Männer wie Müller-Breslau, Hasak, Emmerich, Walther, Hecht, Fuchs, Zipper, Körner, legten die Sturmleitern an und warfen sich in die Flammen. Leider zu spät, denn es entstand ein solcher Wirrwarr und Kuddelmuddel, daß einer über den anderen purzelte und die herrliche Villa indessen bis auf einen kahlen Mauerrest niederbrannte."



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