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Grabstätte Louis Mayer
Gestaltung: Julius Franz (Sandsteinengel)
Alter St. Matthäus-Kirchhof, 144 H-oI
Dreiachsiges Wandgrab in Formen der Neorenaissance mit dominierender raumhaltiger Säulenädikula, die gebälkartig flach abschließenden Seitenflügel deutlich überragend.
Letztere werden von schmalen, flachen Pilastern gerahmt und sind in Form von eingetieften, hochrechteckigen Türfüllungen gestaltet.
Die Ädikula weist eine spitzgiebelige Verdachung mit Kranzgesims und Eierstabprofil auf. An der Stirnseite, über dem Bogenscheitel, zieren ein kleines, sternförmig stilisiertes Blütenrelief und seitlich zwei Rosetten den Giebel. Als Dachbekrönung fungiert ein lateinisches Kreuz mit von einem Puttenkopf verziertem Reliefmedaillon im Zentrum.
Unter dem tonnengewölbten Gehäuse, das von einer Kasettendecke mit gemalten Sternen geschmückt wird,
ist ein doppelstöckiger Sarkophag aufgestellt, auf dem ein monumentaler Sandsteinengel sitzt. Dieser ist ein qualitätvolles Werk des Bildhauers Julius Franz (1824-1887); bezeichnet: "I. Franz". Leider ist es nicht gut erhalten: es fehlen einige Finger sowie der größte Teil des linken Fußes; von unten her fortschreitender Steinzerfall.
Die Figur des Engels, die lässig ihre leicht angewinkelten Beine nach rechts gelegt hat, erinnert in diesem Kontext an den Grabesengel der Auferstehung und mag somit hier
als "Sinnbild der Auferstehungsgewißheit" betrachtet werden. Der Engel weist mit der linken Hand nach oben (zum - in der Vorstellung des Betrachters gegenwärtigen - auferstandenen Christus), während sich die Rechte auf ein Buch stützt. "Formal bemerkenswert (ist) der Kontrast zwischen der lässigen Haltung und der strengen Symmetrie der weit ausgebreiteten, adlerartigen Schwingen".
Typ: Wandgrab
Maße: Engel: 120 cm hoch, 90 cm breit.
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