Rikard Nordraak
geb. 12.6.1842 Christiania/Oslo
gest. 20.3.1866 BerlinKomponist
Friedhof IV der Jerusalems- und Neuen Kirchen-Gemeinde, 9-15-10
Rikard Nordraak, ein Norweger und Freund des Komponisten Edvard Grieg, war eine der großen Hoffnungen der norwegischen Musik. Sein Ziel war es, mit Hilfe von Elementen aus der Volksmusik eine eigenständige norwegische Musik zu schaffen. Durch seinen frühen Tod blieb sein Schaffen aber auf etwa 40 Werke beschränkt.
Er lebte, mit Unterbrechungen, als Student in Berlin, wo er zunächst bei Kullak, von dem er aber glaubte, nichts lernen zu können, und dann bei Friedrich Kiel studierte. Bereits mit 17 Jahren vertonte er ein Gedicht seines Vetters,
des norwegischen Dichters Bjørnsterne Bjørnson. Dieses Lied wurde 1905, als Norwegen die Unabhängigkeit erhielt, zur Nationalhymne des Landes.
Nordraak selbst starb 1866 in Berlin an Tuberkulose. Grieg, der ihn nur wenige Tage zuvor besucht hatte, bevor er nach Rom weiterreiste, erfuhr dort vom Tod seines Freundes. Daraufhin schrieb er das Klavierstück "Sørgemarsj over Rikard Nordraak" (Trauermarsch für Rikard Nordraak).
Am 17. Mai 1906 erhielt Nordraaks Grab den Grabstein, einen alle anderen Steine des Feldes überragenden Monolithen.
Bei der Zeremonie hielt Bjørnson eine Gedenkrede. Am 27. September 1925 wurden die sterblichen Überreste nach Oslo überführt, so daß der Stein heute nur noch als Gedenkstein dient.
Werksauswahl:
Norwegische Nationalhymne: "Ja, vi elsker dette Landet (1859);
"Fjeldbækken";
Musik zu Bjørnsons Dramen "Sigurd Slembe" und "Maria Stuart".
![]()
![]()
![]()
Kontakt:
gbbb@gmx.de
© GBBB e. V. 1994 - 2006